Weiblicher Crashtest-Dummy
Die schwedische Ingenieurin Astrid Linder hat nun den ersten weiblichen Crashtest-Dummy entwickelt, der als "SET 50F" bekannt ist.
Bisher wurde die weibliche Anatomie meist vernachlässigt bei der Unfallforschung.
Das soll sich nun ändern. Das soll sich verbessern.
Erster Weiblicher Crashtest-Dummy
Autos schützen Frauen schlechter als Männer. Studien zeigen, dass Frauen bei Unfällen häufiger und schwerer verletzt werden.
Warum der weibliche Crashtest Dummy fehlt
Der weibliche Crashtest Dummy fehlt bis heute im Standardtest. Denn die UNECE schreibt einen durchschnittlichen Mann vor. Hersteller prüfen Sicherheit fast ausschließlich mit einem männlichen Dummy.
Dieser Ansatz gilt als Norm. Studien zeigen seit Jahrzehnten ein Problem: Frauen sind bei Verkehrsunfällen schlechter geschützt. Besonders der Nacken ist betroffen.
Ergo: Schleudertraumata treten bei Frauen häufiger auf.
Was Studien zum weiblichen Crashtest Dummy zeigen
Forschungsdaten existieren seit den 60er und 70er Jahren. Sie sind eindeutig. Frauen erleiden bei gleichen Unfällen mehr Verletzungen als Männer. Trotzdem änderte sich wenig. Die Begründungen wiederholen sich. Es fehlen Daten. Die Validierung sei zu aufwendig. Die Entwicklung sei zu teuer.
Der weibliche Körper galt als Sonderfall. Frauen wurden als kleinere Männer modelliert. Das verfälschte die Ergebnisse.
Warum ein weiblicher Crashtest Dummy notwendig ist
Frauen haben unter gleichen Bedingungen ein deutlich höheres Verletzungsrisiko. Das Risiko ist etwa doppelt so hoch wie bei Männern. Die Folgen sind schwer. Chronische Schmerzen. Einschränkungen im Alltag. Dauerhafte Behinderungen. Der weibliche Crashtest Dummy ist notwendig, um diese Risiken realistisch zu bewerten. Sicherheit darf sich nicht nur am Durchschnittsmann orientieren.
Was den weiblichen Crashtest Dummy Eva auszeichnet
Der weibliche Crashtest Dummy Eva basiert auf realen Körperdaten. Das Modell SET 50F wiegt 62 Kilo und ist 1,62 Meter groß. Entscheidend ist aber der Körperbau. Frauen unterscheiden sich von Männern in Hüften, Schultern, Taille und Brust. Diese Unterschiede beeinflussen die Belastung bei einem Unfall. Eva bildet diese Unterschiede ab. Das macht den weiblichen Crashtest Dummy realistischer.
Warum der weibliche Crashtest Dummy verkehrspsychologisch relevant ist
Sicherheit beeinflusst Verhalten. Wer sich sicher fühlt, fährt anders. Wer verletzt wird, lebt anders. Wenn Fahrzeuge Frauen schlechter schützen, sinkt das Vertrauen in Technik. Der weibliche Crashtest Dummy ist deshalb auch psychologisch relevant.
Verkehrssicherheit betrifft Gesundheit, Teilhabe und die Lebensqualität.
Sicherheitslücken erkennen und schließen
Bisher basierten Gurte, Airbags und Sitze auf männlichen Dummys. Das führte zu schlechterem Schutz für Frauen. SET 50F zeigt, wie Systeme optimiert werden können. Hersteller können Gurte anders positionieren, Airbags anpassen und Sitze anatomisch verbessern.
Astrid Linder fordert, weibliche Dummys in allen Crashtests zum Standard zu machen. Gesetzgeber sollen dies vorschreiben. Nur so erreichen Autos echte Sicherheit für alle Fahrzeuginsassen.
Zukunftsperspektiven
SET 50F ist der erste Schritt. Weitere Modelle sollten kleinere Frauen, ältere Frauen und Schwangere abbilden. So lassen sich alle Körpergrößen und -typen testen. Auch unterschiedliche Unfallarten wie Seitenaufprall, Überschlag oder Auffahrunfall könnten simuliert werden.
Autohersteller weltweit beobachten das Projekt. Einige planen bereits, weibliche Dummys in ihre Tests aufzunehmen.
Warum SET 50F wichtig ist
Die Entwicklung weiblicher Dummys ist ein Meilenstein.
Jahrzehnte lang wurden Frauen bei Fahrzeugtests vernachlässigt. SET 50F korrigiert diese Lücke. Sicherheit darf nicht vom Geschlecht abhängen.
Für Verbraucher:innen ist das entscheidend. Wer ein Auto kauft, will sicher unterwegs sein. SET 50F hilft, dass Airbags, Gurte und Sitze Männer und Frauen gleichermaßen schützen.
SET 50F liefert verlässliche Daten, verbessert Fahrzeugentwicklung und macht Straßen für alle sicherer.
Fazit zum weiblichen Crashtest Dummy
Der weibliche Crashtest Dummy schließt eine reale Sicherheitslücke. Frauen sind keine kleineren Männer. Sicherheit muss das abbilden. Erst mit dem weiblichen Crashtest Dummy wird Verkehrssicherheit fair bewertet.