Verkehrspsychologen
Verkehrspsychologin oder Verkehrspsychologe: Experten für Fahreignung und Mobilität
Eine Verkehrspsychologin oder ein Verkehrspsychologe entscheidet oft über die berufliche und private Mobilität von Menschen, die ihren Führerschein verloren haben. Wer eine MPU bestehen möchte, braucht keine bloße Beratung, sondern eine fundierte psychologische Aufarbeitung der Delikte.
Der Beruf vereint psychologisches Fachwissen mit rechtlichen Rahmenbedingungen der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV). Während viele den Begriff mit der Medizinisch-Psychologischen Untersuchung (MPU) verbinden, umfasst das Feld auch die Gestaltung von Fahrerassistenzsystemen und die Personalauswahl im Flugverkehr. Nicole Tanculski arbeitet als Verkehrspsychologin (BDP) und unterstützt Klienten dabei, die Ursachen für Alkohol- oder Drogenfahrten sowie Punktedelikte nachhaltig zu verändern. Ohne professionelles Coaching liegt die Durchfallquote bei der MPU bei etwa 80 Prozent, während eine gezielte Vorbereitung die Erfolgschancen massiv steigert.
Aufgabenbereiche in der Verkehrspsychologie
Die Tätigkeiten einer Verkehrspsychologin oder eines Verkehrspsychologen lassen sich grob in drei Säulen unterteilen: Diagnostik, Beratung und Forschung. In der Diagnostik arbeiten Fachkräfte meist als Gutachter in amtlich anerkannten Begutachtungsstellen für Fahreignung (BfF). Sie beurteilen, ob eine Person trotz früherer Auffälligkeiten wieder sicher am Straßenverkehr teilnehmen kann. Hierbei stützen sie sich auf die Beurteilungskriterien der Fahreignungsbegutachtung.
Die Beratung und Rehabilitation findet oft in privaten Praxen statt. Hier geht es darum, Klienten auf das MPU-Gespräch vorzubereiten und Verhaltensänderungen zu festigen. Ein spezieller Bereich ist die Beratung für Cannabispatienten, die nachweisen müssen, dass sie trotz ihrer Medikation fahrtauglich sind. In der Forschung hingegen stehen Human Factors im Vordergrund, also die Frage, wie Menschen mit Technik im Auto oder Zug interagieren.